weitere Informationen:

Quecksilber in Museen und Restaurationswerkstätten

Krebserzeugendes Arsen in Tierpräparaten

Eulan WA Neu/Eulan U 33. Wirkstoffe und Vorkommen in Hausstäuben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand 11.01.2019

Schadstoffe in Museen

Museen sind Orte, an denen Gegenstände vor dem Verlust in Raum und Zeit bewahrt werden sollen. Dazu bedürfen sie aber auch eines besonderen Schutzes. Schon seit vielen Jahrzehnten werden hierfür konservierende Maßnahmen vorgenommen. Der Einsatz von solchen Mitteln bedeutet häufig die Verwendung von giftigen Substanzen. Damit kann aber auch die Gesundheit von denjenigen gefährdet werden, die mit diesen Archivgütern noch umzugehen haben.

Konzept: „Ganzheitliche Schadstoffberatung“ für Museen

Ausgangssituation für das Konzept „Ganzheitliche Schadstoffberatung“ für Museen

Beratungsgegenstand ist der Arbeits- und Objektschutz. Die Gefährdungssituation ergibt sich aus der Bewertung von Analysenergebnissen.

Ursache für die Schadstoffexposition sind gesundheits- und materialgefährdende Substanzen, die in der Vergangenheit im Rahmen von präventiven konservatorischen Maßnahmen zum Erhalt und Schutz des kulturellen Erbes Anwendung fanden.

Aus arbeitsrechtlicher Sicht ist ein dringender Handlungsbedarf gegeben, da nachweislich eine Vielzahl von Objektoberflächen mit chlorsubstituierten organischen Verbindungen kontaminiert sind. Wesentliche Belastungen der Raumluft mit krebserregenden und neurotoxischen Wirkstoffen wie Pentachlorphenol (PCP), g-Hexachlorcyclohexan (Lindan) oder Pentachlorcyclohexen (PCCH) sind zu erwarten.

Die Charakterisierung des Gefährdungs- und Risikopotentials erfolgt über die Durchführung einer Gefahrenidentifikation, Expositions- und Effektbewertung. Die Strukturierung des Aufgabenprofils erfolgt über eine methodische Einordnung der unterschiedlichen Arbeits- und Aufenthaltsbereiche, wobei eine Einteilung in Risikogruppen vorgenommen wird.

Die Gefährdungsanalyse basiert auf der Bewertung der Arbeitsplatzsituation in Hinblick auf Art und Dauer der Exposition bei der Durchführung routinemäßiger Arbeitsabläufe.

Auf dieser Grundlage wird die Analysenstrategie zur Bestimmung der Schadstoffgefährdung erstellt.

Ebenso sind die Messergebnisse im Hinblick auf ihre Relevanz für den Objektschutz einzuordnen.

Vor dem Hintergrund einen optimierten Personen- und Objektschutz bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes. Das Kostenangebot folgt daher dem Prinzip eines „Baukastensystems“, wobei die einzelnen Teilergebnisse als Grundlage zur Erstellung von Betriebsanweisungen und Handlungsanleitungen sowie der Planung von baulichen Maßnahmen dienen. Wir bieten an, diese Ergebnisse auch im Vorfeld transparent mit den verantwortlichen Restauratoren, Sicherheitstechnikern, Hausangestellten und Arbeitsmedizinern zu kommunizieren.

Dieser ganzheitliche Ansatz gewährleistet, dass die Ergebnisse der durchgeführten Schadstoffuntersuchungen soweit für die im Depot bzw. mit den Objekten agierenden Personen (Kuratoren / Restauratoren / Museologen etc.) und Entscheidungsträger aufbereitet, und dass evtl. notwendige Maßnahmen (Personen- und Objektschutz / Schadstoffreduzierung/ Dekontaminationen) übersichtlich zusammengestellt werden. Die ganzheitliche Aufbereitung der Ergebnisse ist eine wichtige Entscheidungshilfe und bietet damit die Grundlage für ein weiteres, zielgerichtetes Handeln.

 

Zielsetzung des Konzepts „Ganzheitliche Schadstoffberatung“ für Museen

Umfassende Beratung und ganzheitliche Bewertung zur Optimierung von Arbeits- und Objektschutz, die sich aus den folgenden Elementen zusammensetzt:

Erfassung des Ist-Zustandes

 

Modul I: Erfassung des Ist-Zustandes in Büro-, Depot- und Arbeitsräumen

 

Modul II: Qualitative und quantitative Schadstoffanalyse an Material-, Staub und Luftproben

Eingesetzte Verfahren:

Modul III:     Erstellung einer praxisgerechten Betriebsanweisung mit systematischer Zusammenfassung der wichtigsten Betriebssicherheitsaspekte und Handlungsanleitung.

Betriebsspezifische Handlungsanweisungen zum Umgang mit kontaminierten Exponaten.

 

Kooperationspartner „Ganzheitliche Schadstoffberatung“ für Museen

Um eine ganzheitliche, auf die gegebenen Anforderungen angepasste Leistung anbieten zu können bedarf es erfahrener und starker Partner.

 

ARGUK-Umweltlabor GmbH

Dr. Wigbert Maraun, ö.b.u.v. Sachverständiger für Geruchsbelastungen u. Schadstoffe in Innenräumen (IHK Frankfurt/M.)

Kontakt:
Telefon: 06171 – 71817 oder e-mail

 

Herr Dr. Maraun, Dipl.-Chem., ist bereits seit mehr als 35 Jahren als Analytischer Umweltchemiker und Gutachter auf dem Gebiet der chemischen und mikrobiologischen Innenraumschadstoffe tätig. Er verfügt über fundierte Erfahrungen für die Probenahme, Analytik und Bewertung von gebäudebezogenen und nutzungsbedingten Schadstoffen. Dies bildet eine wesentliche Schnittstelle für die Schadstoffbewertung des Gebäudes selbst und den Exponaten, insbesondere hinsichtlich der Bewertung eingesetzter Chemikalien während der Nutzung von Kulturgütern oder zu deren Konservierung. Sein wissenschaftliches Interesse mündet auch in die Forschung von Innenraumschadstoffen.

 

Ausgewählte Publikationen


W. Maraun.:

Bestimmung von Quecksilber in der Raumluft, Januar 1997 / Mai 2011. Vortrag zum AGÖF Fachgruppentreffen am 14.09.2017 in Springe-Eldagsen

 

W. Maraun:
Adhäsion und andere physikalische Vorgänge als primäre Auslöser von Schwarzstaub-Ablagerungen in Gebäuden,
Vortrag zu den 24. WaBoLu-Innenraumtagen vom 15.-17. Mai 2017 in Berlin

 

E. Spiegel, B. Paz, W. Maraun: Wenn Museumsobjekte gefährlich werden - Präventive Konservierung und Arbeitsschutz in Museen. ICOM-Mitteilungen, Heft 38, 2016, S. 48-49

 

B. Paz, E. Spiegel, W. Maraun.:

Kontaminiertes Kulturgut. Ein ganzheitlicher Lösungsansatz. In Restauro, Heft 8/2015, Seite 58-61

 

S. Pfeil, W. Maraun, Th. Kerber, Ch. Wimmer:
Krebserzeugendes Arsen in Tierpräparaten - das gesundheitsgefährdende Potential und der korrekte Umgang mit wissenschaftlich wertvollen Präparaten. Januar 1997 / Mai 2011.

H. Obenland / S. Pfeil,: Studie zu Vorkommen und gesundheitlicher Bedeutung von Polychlorierten Biphenylen (PCB) in Innenräumen. November 2004.

M. Binder, W. Maraun, H. Obenland:
Die Belastung von Innenraumluft und Hausstaub durch Isothiazolone aus Wandfarben. In: Umwelt, Gebäude & Gesundheit, Hrsg. Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Forschungsinstitute (AGÖF), Springe-Eldagsen September 2001, S. 225 - 230.

H. Obenland, W. Maraun, Th. Kerber, S. Pfeil, J. Angles-Angel: Eulan WA Neu/Eulan U 33. Wirkstoffe und Vorkommen in Hausstäuben. In: Zeitung für Umweltmedizin, Heft 1/1998, S. 24 – 29.

 

Paz Laboratorien für Archäometrie

Dr. rer. nat. Boaz Paz, 55543 Bad Kreuznach, www.paz-lab.de

Kontakt:
Tel.: 0671 – 483 483 64 oder e-mail: info[at]paz-lab.de

Herr Dr. Boaz Paz verfügt über langjährige Erfahrungen in der Untersuchung von Kunst- und Kulturgütern mit naturwissenschaftlichen Methoden. Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit an verschiedenen Hochschulen und Museumslaboratorien hat er sich auf die zerstörungsfreie und minimalinvasive Materialanalyse von antiken und wertvollen Objekten spezialisiert.

 

Care for Art

Dr. Elise Spiegel, 82041 Oberhaching,

Kontakt:
Telefon: 0177 – 8343714 oder e-mail: E.Spiegel[at]care-for-art.de

Frau Dr. Elise Spiegel ist Expertin für präventive Konservierung - insbesondere für schadstoffrelevante Problemstellungen im Museumsumfeld. Ihre Expertise basiert auf wissenschaftlicher Forschung und mehrjähriger Berufserfahrung als Konservierungswissenschaftlerin im In- und Ausland. Als Dozentin am Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaften an der Fachhochschule Köln (CICS) sowie am Institut für Archäologie, Bauforschung und Denkmalpflege (IABD) an der Otto-Friedrich-Universität zu Bamberg verantwortete sie diverse Lehrveranstaltungen im Bereich der präventiven Konservierung mit dem Schwerpunkt Schadstoffe. In ihrer Promotion zum Thema „Emissionen im Museum – Ein Gütezeichen für emissionsarme Ausstellungsmaterialien und Vitrinen als mögliches Instrument zur Schadstoffbegrenzung“ beschäftigte sie sich intensiv mit den Möglichkeiten der Schadstoffreduzierung und des Objektschutzes im Museum.

Arbeits- und Forschungsschwerpunkt mit Care for Art ist die interdisziplinäre und ganzheitliche Schadstoffberatung musealer Einrichtungen mit dem Ziel eines optimierten Personen- und Objektschutz.

Ausgewählte Publikationen:

E. Spiegel: Emissionen im Museum Ein Gütezeichen für Ausstellungsmaterialien und Vitrinen als mögliches Instrument zur Schadstoffbegrenzung, Eul Verlag, Lohmar– Köln 2012.

E. Spiegel: Empirical study: The current situation and management of indoor air pollution (IAQ) in European collections. [Stand: 06.2012] 2011.

E. Spiegel, Emissionen im Museum – Eine empirische Studie zur aktuellen Situation und zum Umgang mit Schadstoffen in deutschen Sammlungen. In: R. Drewello, Hrsg., Restaurierungswissenschaften – Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut, vol 1.,University of Bamberg Press (UBP), Bamberg, 2009.

E. Spiegel, R. Drewello: Was tun mit Schadstoffen im Museum. Eine empirische Studie zur Standardisierung der Schadstoffmessung. In: U Peltz, O. Zorn Hrsg., kulturGUTerhalten, Staatliche Museen zu Berlin, Philipp von Zabern Verlag, 2009. S. 47-52.

E. Grosche: Dünnschichtchromatographischer Nachweis von Organochlor-Bioziden und synthetischen Pyrethroiden in Holz. VDR-Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut. VDR-Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut 2007, Heft 1/2, S. 113-120.

E. Grosche, 'Die Analyse lösemittelhaltiger Holzschutzmittel in der Restaurierung - Bestandsaufnahme, Weiterentwicklung und Anwendung dünnschichtchromatographischer Methoden', Kölner Diplomtag 2006, Köln, 1.-2. Dezember 2006.

E. Grosche, 'Dünnschichtchromatographischer Nachweis von Organochlor-Bioziden und synthetischen Pyrethroiden in Kunst- und Kulturgut', VDR Fachgruppentagung, Mannheim, 13. Oktober 2006.