Arguk Umweltlabor GmbH

LEISTUNGEN

   
Das Siegel ARGUK- geprüft

Probenahme


Die Entnahme von Proben erfolgt in der Regel durch unsere Sachverständige. Im folgenden sind die Regelwerke und Standard-Arbeitsvorschriften zur Probenahme von Umweltmedien beschrieben.

Eine Probenahme kann im Einzelfalle auch von Privatpersonen vorgenommen werden, anbei der Link für die
Informationen zur Probenahme von Umweltmedien durch Privatpersonen. Für die Zusendung, Analytik, Preise, Probenumfang, Untersuchungszeitraum und Auswertung ist eine Abstimmung mit dem Labor vorab notwendig.

 

Raumluft

 

Angewandte Regelwerke und Standard-Arbeitsvorschriften
Die Probenahme Raumluft erfolgt nach oder in Anlehnung an folgende VDI-Richtlinien:

  • VDI 4300 Blatt 1: Allgemeine Meßstrategie für Innenraumluft-Verunreinigungen
  • VDI 4300 Blatt 2: Allgemeine Meßstrategie für Dioxin, PCP, PAK
  • VDI 4300 Blatt 3: Allgemeine Meßstrategie für CH2O
  • VDI 4300 Blatt 4: Allgemeine Meßstrategie für PCP/Lindan
  • VDI 4300 Blatt 6: Allgemeine Meßstrategie für VOC

Aktive Probenahme
Zusammenfassung: Bei Raumluftmessungen soll der betreffende Raum ungelüftet und nutzungsüblich beheizt sein. Für die Untersuchung auf Formaldehyd, Lösemittel und andere leichtflüchtige Verbindungen genügt eine Dauer von mind. 6 Stunden, besser über Nacht, in der der Raum nicht gelüftet werden sollte. Bei schwerflüchtigen Kohlenwasserstoffen wie PCP/Lindan, PCB u.a. sollte mindestens über 24
Stunden nicht gelüftet werden. Während dieser Zeit sollte das Rauchen in den zu untersuchenden Räumen unterlassen werden.

Die Dauer der Probenahme beträgt bei den flüchtigen Substanzen ca. 30-60 min, bei den schwererflüchtigen z.T. mehrere Stunden. Für Raumluftmessungen zum Nachweis von Asbest sind es 8 Stunden.

Passive Probenahme
Zusammenfassung: Bei unregelmäßiger Schadstoff-Freisetzung oder zu großer Fahrt-Entfernung kann die Probenahme auf flüchtige Kohlenwasserstoffe, insbesondere Lösemittel, auch mittels Passivsammler vorgenommen werden. Hier beträgt die Probenahmedauer zwischen 7 und 14 Tagen. Ein Passivsammler mit näheren Erläuterungen wird auf Anfrage zugesandt.

 

Material

 

Angewandte Regelwerke und Standard-Arbeitsvorschriften
Die Probenahme von Hausstaub erfolgt nach VDI-Richtlinie 4300 Blatt 8 E.
Die Probenahme von Holz und anderen Materialien erfolgt nach Standard-Arbeitsvorschriften des ARGUK-Qualitätssicherungs-Handbuchs.

Hausstaub
Zusammenfassung: Die Untersuchung von Hausstaub eignet sich für die Überprüfung einer Innenraum-Belastung insbesondere bei Verdacht einer Belastung durch schwerflüchtige Verbindungen wie PCP, Lindan, Permethrin, PCBs, PAK, Phthalate u.a.. Hierzu wird Hausstaub, der eine Woche in der Wohnung auslag, nur von den begehbaren Bodenflächen in einen neuen Staubsaugerbeutel aufgesaugt. Dabei sollte kein älterer Staub und nicht von Schränken, Balken oder unter den Möbeln entnommen werden. Die Probenahme kann entweder über den gesamten Wohnbereich erfolgen oder auch getrennt für einzelne Räume, wenn unterschiedlich behandelte Materialien vorhanden sind. Der Staubsaugerbeutel wird
mit einem Klebestreifen verschlossen und mit einem Begleitschreiben eingesandt.

Für die Untersuchung von Allergenen in Staubproben im Rahmen der Quellenbeprobung versenden wir auf Anfrage einen speziellen Aufsatz für Ihren Staubsauger, mit dem Sie Verdachtsflächen ca. 2 Minuten lang gründlich absaugen.

Holz
Zusammenfassung: Für Holzspäne wird von der Holzoberfläche mit einem Elektrohobel oder scharfen Messer an mehreren Stellen Material bis zu einer Tiefe von max. 1-2 mm (insg. mindestens 5 g) entnommen und in Alufolie verpackt. Bei Mangel an Probenmaterial genügen auch schon geringere Mengen, die aber dennoch an mehreren Stellen wegen möglicher ungleichmäßiger Verteilung der interessierenden
Substanzen zu entnehmen sind. Die Art der Probenahme sollte gegebenenfalls in Rücksprache mit dem Labor erfolgen. Für die Untersuchung von Formaldehyd sollten die Einzelproben mindestens 15x15 cm groß sein.

Pressspan
Zusammenfassung: Für die Untersuchung von Pressspan auf die Emission von Formaldehyd wird bei der WKI-Methode ein Probenstück von ca. 15 x 15 cm benötigt, bei der Gasanalysen-Methode ein Stück von
60 x 40 cm.

Weitere Materialien
Zusammenfassung: Bei Verdacht auf Asbest, Schimmelpilzbefall oder andere Schadstoffe in / auf Materialien wie Teppichen, Leder, Linoleum, Gipskarton, Tapeten, Isoliermaterialien, Dach- oder Fassadenschindeln werden ca. 5 x 5 cm große Stücke entnommen und in Alufolie verpackt. Bei Mangel an Probenmaterial genügen auch schon geringere Mengen, die aber dennoch an mehreren Stellen wegen möglicher Ungleichmäßigkeit der interessierenden Inhaltsstoffe zu entnehmen sind.Im Zweifel sollte Rücksprache mit dem Labor genommen werden.

 

Boden

 

Angewandte Regelwerke und Standard-Arbeitsvorschriften
Die Probenahme von Boden erfolgt in Anlehnung an das Methodenbuch "Die Untersuchung von Böden" Band 1, Kapitel A1.

Zusammenfassung: Bei Bodenproben sollte die Probenmenge ca. 1 kg betragen, auf eine repräsentative Probenahme ist zu achten. Entsprechend der zu untersuchenden Parameter kann z.B. eine Kühlung der Proben bzw. eine möglichst vollständige Füllung der Gefäße notwendig sein. Bodenproben sind i.d.R. in Glasbehältnissen aufzubewahren.

 

Trinkwasser

 

Angewandte Regelwerke und Standard-Arbeitsvorschriften
Die Probenahme von Trinkwasser erfolgt in Anlehnung an die Empfehlungen des Stadtgesundheitsamtes FrankfurtM, bzw. nach den Arbeitsvorschriften des ARGUK-Qualitätssicherungs-Handbuchs.

Trinkwasserproben
Stagnationsprobe/-Standwasserprobe:
Das Wasser sollte vor der Probenahme mindestens 4 Stunden bewegungslos in der Leitung gestanden haben. Es empfiehlt sich in den meisten Fällen, die Probenahme sehr früh am Morgen durchzuführen, bevor andere Hausbewohner mit morgendlicher Aktivität das Messergebnis beeinflussen können.

Tagesmischprobe:
In einer ersten Annäherung kann mit Hilfe der Tagesmischprobe ermittelt werden, wieviel Blei über den Tag verteilt mit dem Trinkwasser aufgenommen wird. Dazu wird nach jeder Entnahme von Trinkwasser zu Genusszwecken (Kaffee-, Teewasser, Kochen) ca. eine Tasse Wasser entnommen, die in einem gesonderten Gefäß gesammelt wird. Diese Mischprobe wird dann untersucht.

Armaturenwasser:
Da die Wasserarmaturen gruße Mengen an Schwermetallen wie Blei oder Nickel abgeben können, kann eine gesonderte Probenahme der ersten 200 ml Wasser erfolgen.

 

Warmwasser von Heizanlagen - Prüfung auf Legionellen

 

Texte in Vorbereitung

Am 1. November 2011 trat die Neuregelung der deutschen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) in Kraft.

 

Grundwasser, Fliesswasser, Abwasser

 

Angewandte Regelwerke und Standard-Arbeitsvorschriften
Die Probenahme von Grund-, Fliess- und Abwasser erfolgt nach DIN 30402, A 11-20.

Zusammenfassung: Wasserproben sollten in sauberen Glasflaschen abgegeben werden.
Vor der Probenahme sollte Rücksprache wegen der Verfahrensweise genommen werden.

 

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